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Kinder: Bei häufigem Bauchweh an Reizdarm denken.

Ca. 5% aller Kinder und Jugendlichen sind nach Schätzungen des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte e.V. (BVKJ) vom Reizdarmsyndrom betroffen. In einer aktuellen Pressemeldung weisen die Experten des BVKJ darauf hin, dass ein Reizdarmsyndrom die Ursache sein kann, wenn ein Kind immer wieder über leichte bis mittelstarke Schmerzen im Bereich des Bauchnabels klagt. Dr. Ulrich Fegeler, Kinder- und Jugendarzt sowie Mitglied des Expertengremiums des BVKJ sieht den Auslöser in einer Überempfindlichkeit der Nerven im Darm: „Wenn sich z.B. bei Stress die Darmbewegungen verstärken, leiden betroffene Kinder unter ‚Bauchweh’, Blähungen, Durchfall, aber auch unter Verstopfung. Nach dem Essen kommt es bei den jungen Patienten ebenso häufig zu vermehrten Magenbewegungen und Bauchschmerzen.“ Die Diagnose steht erst endgültig fest, wenn der Kinder- und Jugendarzt andere Krankheiten ausgeschlossen hat, so Dr. Fegeler.

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Flohsamen können helfen

Als mögliche Behandlungsmaßnahmen empfiehlt er neben Entspannungstechniken, Hypnotherapie und kognitiv-verhaltenstherapeutischen Maßnahmen. Auch Flohsamen können nach seiner Erfahrung die Beschwerden lindern. Für Pfefferminzöl, welches insbesondere bei Erwachsenen Linderung verspricht, wurde laut einer deutschen Untersuchung bei Kindern kein Effekt beschrieben. Flohsamen sind die getrockneten Samen bestimmter Wegerichpflanzen, die in den Wüstenregionen Nordafrikas und Südwestasiens wachsen. Sie enthalten Ballast- und Schleimstoffe und werden für die Behandlung einer Verstopfung, zur Stuhlregulierung und bei Übergewicht und Fettleibigkeit verabreicht. Sie sind als Arzneimittel in Apotheken und Drogerien erhältlich. Mit Flüssigkeit bilden die Flohsamen und schalen einen gelartigen Schleim und quellen auf. Der Schleim schützt die Darmwand vor Reizungen „Welche Maßnahmen für ihr Kind sinnvoll sind, sollten Eltern mit dem Kinder- und Jugendarzt besprechen. Betroffene junge Patienten sollten ein Tagebuch über ihre Beschwerden führen, denn oft können mehrere Faktoren die Bauchschmerzen verstärken“, rät Dr. Fegeler. Kinder lernen so, mit dem empfindlichen Darm umzugehen.

Probiotika sind einen Versuch wert

Mehr Informationen über Ursachen und Hintergründe von Bauschmerzen bei Kindern und darüber, wann ein Besuch beim Arzt keinen Aufschub mehr duldet, sind im Ratgeber Reizdarm hier  zu finden. Dabei können auch Probiotika die Darmfunktion unterstützen. Zu empfehlen ist der Verzehr probiotischer Lebensmittel wie Naturjoghurt, Kefir und bestimmter Käsesorten wie z.B. Mozzarella. Auch die unterstützende Gabe probiotischer Nahrungsergänzungsmittel ist möglich. Wie im Ratgeber Reizdarm berichtet, haben sich Mediziner inzwischen auf eine europäische Leitlinie geeinigt, in der der Einsatz von Probiotika – von Risikogruppen abgesehen - bei Kindern grundsätzlich als sicher bewertet wird.


Dr. Friedhelm Mühleib

Quelle: www.kinderaerzte-im-netz.de 


Erstelldatum 20.01.2020

 

 
 

Aktuelle informationen

Pro- und Präbiotika
Die Einnahme vom Pro- und Präbiotika kann sich positiv auf die Darmflora auswirken. Probiotika sind in bestimmten Lebensmitteln wie z. B. Buttermilch oder Sauerkraut zu finden.
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Linderung der Beschwerden bei Reizdarm
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Magenschmerzen
Bedingt durch bestimmte Medikamente, eine Erkrankung oder eine falsche Ernährung kann es zu Magenschmerzen kommen.
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Durchfall
Durchfall bezeichnet einen mehr als dreimal täglichen und zu flüssigen Stuhlgang, der z. B. aufgrund von Infektionen auftritt.
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Tipps zur Förderung der Darmgesundheit
Zur Förderung der Darmgesundheit ist es wichtig, sich ballaststoffreich zu ernähren, viel zu trinken und auf ungesättigte Fettsäuren zu achten.
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Aszites
Bei einer Ansammlung von Flüssigkeit im Bauchraum spricht man von einer Aszites, auch als Bauchwassersucht bezeichnet.
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Blähungen
Befindet sich im Darm zu viel Luft kann es zu Blähungen kommen. In vielen Fällen kann eine Ernährungsumstellung helfen.
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Magen-Darm-Erkrankungen
Es gibt eine Vielzahl an Magen-Darm-Erkrankungen, so z. B. das Magengeschwür, eine Magenschleimhautentzündung oder eine Magen-Darm-Entzündung.
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Blockade des Proteins GATA3 zur Therapie von Colitis ulcerosa
Eine Blockade des Proteins GATA3 könnte sich vorbeugend auf Colitis ulcerosa auswirken und die Symptome einer bestehenden Erkrankung abmildern.
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Verstopfung
Bei Verstopfung, auch als Obstipation bezeichnet, haben die Betroffenen Schwierigkeiten, ihren Kot auszuscheiden.
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Entstehung einer Verstopfung
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Diagnose einer Verstopfung
Zur Diagnose einer Verstopfung tastet der Arzt in der Regel den Bauch ab. Blut- und Urintests können weitere Erkenntnisse bringen.
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