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Bauchschmerz: Wo genau tut’s denn weh?

 
 

Reizdarmpatienten leiden phasenweise – manche sogar dauerhaft – unter Bauchschmerzen, die oft an ganz verschiedenen Stellen auftreten. Dabei ist zu bedenken: Nicht jeder Bauchschmerz muss ein Reizdarm sein. Bauchschmerzen können die unterschiedlichsten Ursachen haben. Ist bei entsprechenden Beschwerden ein Reizdarm noch nicht eindeutig diagnostiziert, gilt es, plötzliche oder chronische Schmerzen nach Art und Stärke zu differenzieren und den Ort ihres Auftretens genau zu lokalisieren. Japanische Forscher haben sich nun im Rahmen einer Studie ganz genau angeschaut, was hinter den Bauchschmerzen von Patienten steckt und ob sich aus Art, Intensität und Ort der Schmerzen Rückschlüsse auf spezifische Erkrankungen ziehen lassen..

AdobeStock / Prostock-studio bauchschmerzen
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Die Stelle, an der es weh tut, weist oft auf die Ursache hin

Bauchschmerzen im weitesten Sinne gehören zu den häufigsten Beschwerden von Patienten in der Allgemeinpraxis. Die Ursachen reichen von harmlosen Unpässlichkeiten bis hin zu Erkrankungen, die eine Notfallbehandlung bis hin zur sofortigen Operation erforderlich machen. Das macht verständlich, wie wichtig eine rasche Abklärung von Bauchschmerzen ist. Im Zweifelsfall liefert eine Computertomografie die genauesten Informationen. Doch die ist zum einen nicht überall schnell verfügbar und zum anderen mit einer Strahlenbelastung verbunden, der man Patienten nur in begründeten Fällen aussetzen sollte. Die Stelle im Bereich des Bauches, an der ein Patient seine Schmerzen verortet, kann für den Gastroenterologen, aber auch den erfahrenen Allgemeinmediziner in der Regel schon einen deutlichen Hinweis auf ein erkranktes Organ geben.

 
 

HINWEIS AUF ERKRANKTE ORGANE

Wie es um den Zusammenhang zwischen Ort und Stärke von Bauschmerzen und eventuell beteiligten Organen steht, hat eine Gruppe japanischer Allgemeinmediziner in einer Beobachtungsstudie an knapp 3000 ambulanten Patienten mit Bauchschmerzen untersucht. Dass die Art und Lokalisation der Schmerzen recht verlässliche Hinweise auf die Ursache gibt, konnten die Ärzte in ihrer Studie bestätigen. Hier ein paar Beispiele für Regionen im Bauchraum, in denen Schmerzen nach dem Ergebnis der Studie brauchbare Hinweise auf erkrankte Organe liefern können:

• Bei krampfartigen Schmerzen im rechten Unterbauch (..und nicht etwa in der Bauchmitte, wie viele denken) könnte ein entzündeter Blinddarm die Ursache sein. Zunächst wird ein Arzt den McBurny-Punkt auf einen Druck- und Loslassschmerz hin testen, der typisch für eine Blinddarmentzündung ist. Drückt der Arzt leicht auf den Punkt, verspürt ein gesunder Mensch keine besonderen Schmerzen. Bei einer Blinddarmentzündung hingegen löst der Druck starke Schmerzen aus - ein fast sicherer Hinweis auf eine Blinddarmentzündung.


• Schmerzen auf der rechten oder linken Seite in den Flanken (den seitlichen Bereichen der Taille): Sie können ein Hinweis auf die verschiedensten Nierenerkrankungen sein - zum Beispiel auf Nierenentzündungen, Nierenbeckenentzündungen, Nierensteine, Zystennieren oder einen Harnstau sein. Auch dermatologische Probleme (zum Beispiel Abszesse unter der Haut oder Herpes Zoster) können sich in diesem Bereich bemerkbar machen.


• Bei Schmerzen rechts unter dem Rippenbogen können Leber, Galle und Krankheiten der Gallengänge Verursacher der Beschwerden sein. Nicht selten lösen gerade in diesem Bereich auch Erkrankungen oder Schäden des Bewegungsapparates wie zum Beispiel Prellungen, postoperative Schmerzen oder Muskelschmerzen (Myalgie) die Schmerzen aus. Nicht zuletzt kommt in diesem Bereich auch das Zwerchfell als Quelle für Schmerzen in Frage.


• Schmerzen im Oberbauch zwischen Rippenbogen und Bauchnabel (epigastrische Schmerzen) können auf Probleme der Speiseröhre (Refluxkrankheit), des Magens oder des Zwölffingerdarms hinweisen. 


• Hinter Schmerzen im mittleren Unterbauch können verschiedene Darmprobleme stecken – z.B. eine Schleimhautentzündung des Dünndarms (Eenteritis), auch der Magen kann mit betroffen sein (Gastroenteritis). Bei Verstopfung tut es ebenfalls oft in dieser Region weh.

 
 

Nicht auf den Schmerzbefund alleine verlassen!

In der Bewertung ihrer Ergebnisse weisen die Ärzte darauf hin, dass Bauschmerzen je nach der Stelle, an der sie auftreten, zwar Hinweise auf bestimmte Erkrankungen geben. Der Befund, den ein erfahrener Arzt auf Basis eines Tast- oder Schmerzbefundes ableitet, kann in der Regel jedoch nicht als gesicherte Diagnose gelten und muss grundsätzlich durch weitere Untersuchungen wie Laborbefunde, Spiegelungen oder Ultraschall usw. bestätigt werden.


Dr. Friedhelm Mühleib

 
 
 
 


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