DER RATGEBER REIZDARM WÜNSCHT ALLEN LESERN EIN FROHES UND BEKÖMMLICHES WEIHNACHTSFEST

 
 

RDS: Am Weihnachtsfest achtsam genießen

Wenn es nach Eckart von Hirschhausen geht, sollte beim Weihnachtsmenü niemand darüber nachdenken, ob die Speisen auch gesund sind. Der Rat des Mediziners und Kabarettisten auf die Frage nach einem „gesunden Tipp“ für das Weihnachtsmenü: „Essen Sie, was Ihnen Freude macht! Seien Sie gesellig, laden Sie neue Menschen zu sich ein, feiern Sie! Wer nicht genießt, wird ungenießbar! Zum Vernünftigsein haben wir ja alle noch ein ganzes neues Jahr nach Silvester!“ Sicher ein richtiger und guter Tipp, der für Patienten mit gastroenterologischen Problemen wie Reizdarmsyndrom, Reflux oder chronisch entzündlichen Darmerkrankungen leider nur mit gewisser Einschränkung gilt. Für sie muss es eigentlich heißen: „Essen Sie, was Ihnen Freude macht - soweit sie es vertragen.

Frohe Weihnachten
 
 
 

 
 

Advent, Advent, der Magen brennt

In der Weihnachtszeit entkommt kaum jemand der Versuchung, kulinarisch über die Stränge zu schlagen. Für Menschen mit Magen- Darmproblemen ist das besonders schwer. Wenn alle im Umfeld naschen und schlemmen, wird die Fähigkeit zum Verzicht auf eine harte Probe gestellt. Zu viel, zu fett, zu süß, zu heiß und zu schnell, so beschreibt Peter Meier von der Deutschen Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) die häufigsten Fehler. Meist gibt es "reichlich Nachschlag und alle greifen zu, obwohl sie bereits satt sind" meint Meier. Dabei kommt der Magen an seine "Dehnungsgrenze und ein bleiernes Völlegefühl macht sich breit". Gänsebraten, Alkohol, Süßigkeiten – unterlegt von einer ordentlichen Portion Weihnachtsstress – das Fest bringt Schwerstarbeit für Darm und Magen! Wer an Magen- oder Darmproblemen leidet, weiß oft sehr genau, wieviel er wovon verträgt. Ziel muss es dann sein, vor allem solche Fehler zu vermeiden, die aus dem Fest der Freude ein Tal der Schmerzen macht. Hier unsere Tipps zur Vermeidung schlimmer Folgen.

 
 

Erst denken – dann schlemmen

Der größte Teil aller Reizdarmpatienten klagt über persönliche Unverträglichkeiten nach dem Verzehr bestimmter Lebensmittel – dabei werden besondershäufig kohlenhydrat- und fettreiche Lebensmittel als Auslöser genannt . Genau die kommen während der Festtage oft im Übermaß auf den Tisch. Plätzchen, Kuchen, Schokolade, Desserts überfluten unseren Stoffwechsel mit Kohlenhydraten. Fette Braten, Soßen, Dressings, Gebäck und jede Menge versteckte Fette in Vorspeisen, Nachspeisen führen dazu, dass der Fettgehalt unseres Essens während der Feiertage oft einsame Spitzenwerte erreicht. Für Menschen mit RDS, Reflux und anderen Magen-Darm Problemen gilt es, die persönlichen Unverträglichkeiten schon bei der Planung des Essens für die Feiertage zu berücksichtigen. Wer sich beim Essen außer Haus, bei Verwandten und Bekannten bereits im Vorhinein nochmals klar macht, was er verträgt und was nicht, dem fällt es leichter, seinen Teller mit den Sachen zu füllen, die für ihn bekömmlich sind


Genießen ohne Beschwerden durch Achtsamkeit

Verzichten ist im familiären weihnachtlichen Umfeld oft fast unmöglich. Mehr Achtsamkeit beim Essen ist dann eine gute Alternative. Ein bisschen von den kritischen Lebensmitteln und Speisen wird meistens vertagen – und meistens wissen die Betroffenen wieviel dieses „Bisschen“ ist. Achtsamkeit bedeutet dabei, die Grenze nicht zu überschreiten, an der dieses „Bisschen“ überschritten wird. Zum achtsamen Essen gehört auch: Langsam essen, im Laufe einer ausgedehnten Mahlzeit zwischendurch kleine Pausen machen und seinem Sättigungsgefühl nachspüren, jeden Bissen gut kauen, kleine Pausen einlegen statt ununterbrochen zu schlingen. Der Körper signalisiert erst mit einer gewissen Zeitverzögerung, dass er satt ist. Deswegen ist langsam essen mit Pausen so wichtig. Hastiges Essen kann zur Überfüllung bzw. Überdehnung des Magens führen, was entweder Völlegefühl oder – bei Menschen mit Refluxkrankheit – zu den bekannten Symptomen wie Sodbrennen und Übelkeit führen kann.

 
 
 

Auch auf die Auswahl der Lebensmittel kommt es an

Über die Entscheidung für mehr Achtsamkeit hinaus, wird es Betroffenen natürlich auch helfen, an all die anderen wohlfeilen Ratschläge zu denken, die wir seit Jahren kennen: ● Achten Sie grundsätzlich auf eine leichte, gut verdauliche Kost ● Als Vorspeise eher leichte Salate oder klare Brühen statt Pasteten oder Suppen mit viel Sahne ● Sparsam mit kohlenhydratreichen Beilagen (Pasta, Kartoffeln, Brot) umgehen ● Wählen Sie ‚leichte‘ Alternativen zum Hauptgang: Wild statt fettem Schweinebraten, Pute statt Gans, Scholle statt Karpfen ● Sorbets oder Fruchtzubereitungen zum Dessert anstatt reichhaltiger Cremes oder Mousse-Varianten ● Zwischendurch mehr Obst und Nüsse anstatt Plätzchen und Schokolade ● Ein leichtes, kleines Frühstück mit Joghurt und Obst an den Feiertagen entlastet ● Planen Sie einen Entlastungstag unmittelbar nach dem Fest. Wie wär’s z.B. mit einemApfeltag? Der entlastet und kräftigt bei Reizdarm.

Bitterstoffe und ätherische Öle helfen

Menschen mit RDS und ähnlichen Problemen sollten auch die Möglichkeiten der Naturheilkunde nutzen, um die Bekömmlichkeit des Weihnachtsmahls zu erhöhen. Dabei bietet sich z. B. die Verwendung verdauungsfördernder Gewürze wie Anis, Kümmel oder Fenchel an. Dass Bitterstoffe die Verdauung unterstützen, ist in der Pflanzenheilkunde ebenfalls seit jeher bekannt. Sie lassen sich durch entsprechende Salate und Gemüse wie Chicorée, Rucola, Endiviensalat oder Artischocken ins Essen einbinden. Insbesondere für Reizdarmpatienten bietet sich der Einsatz von ätherischen Ölen an – der Ratgeber Reizdarm hat hier berichtet. Empfindliche Personen können ihren Darm darüber hinaus auf den Ansturm der Essensmengen vorbeiten, in dem sie die Darmflora durch die Einnahme von Probio tika oder den Verzehr probiotischer Lebensmittel stabilisieren und schützen.

Dr. Friedhelm Mühleib

 
 

 
 

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