Bei RDS auf die Lebensmittelauswahl achten

 
 

Schätzungsweise 10 bis 20 Prozent der Bevölkerung leiden an einem Reizdarmsyndrom (RDS). Trotz dieser großen Verbreitung der Beschwerden hat die Schulmedizin bisher keine zuverlässig und gezielt wirksamen Lösungen gefunden. Gleichzeitig macht die Vielfalt und Unterschiedlichkeit der Symptome die Mithilfe der Betroffenen so wichtig. Parallel zur Behandlung durch den Haus- oder Facharzt kann jeder Betroffene selbst ganz viel tun – im Rahmen einer bewussten Ernährung.

Tipps und empfehlungen
 
 
 

 
 

Auf den eigenen Körper hören

Neben Untersuchungen und Test auf mögliche Unverträglichkeiten (z.B. auf Lactose, Fructose und Lebensmittelallergie) sollte jeder Patient darauf achten, welche Nahrungsmittel für ihn persönlich bekömmlich sind und welche er nicht oder schlechter verträgt. Was eindeutig nicht vertragen wird, sollte weggelassen oder durch entsprechende Alternativen ersetzt werden. Herausfinden lässt sich das oft über relativ einfache Auslassdiäten oder Provokationstests – häufig ein pragmatischer und einfacher Weg zur Linderung der Beschwerden. Die folgenden Tipps für Reizdarm-Patienten sind der Zeitschrift Naturarzt entnommen und stammen ursprünglich von einer amerikanischen Selbsthilfegruppe:

 
 

Zuckeraustauschstoff Sorbit meiden

Wenn Sie zu Durchfall neigen, vermeiden Sie konsequent alle Lebensmittel mit dem Zuckeraustauschstoff Sorbit, der als natürliche Substanz z.B. in Trockenobst vorkommt und bei industriell hergestellten Lebensmitteln häufig in energiereduzierten Desserts und Süßwaren eingesetzt wird, aber auch verbreitet als Feuchthaltemittel in anderen Fertigprodukten Verwendung findet wird. Auf der Zutatenliste findet sich Sorbit unter der Bezeichnung E 420.

FODMAPS eliminieren

Oft verbessert der weitgehende (noch besser: vollständige)Verzicht auf kurzkettige Kohlehydrate (Zucker) und Zuckeralkohole, darunter Fruchtzucker (Fruktose), Milchzucker (Laktose) und Zuckeraustauschstoffe wie Mannit und der erwähnte Sorbit die Beschwerden. Alles Stoffe, die neuerdings unter dem Begriff FODMAP zusammengefasst werden. Die Abkürzung steht für „Fermentierbare Oligosaccharide (Mehrfachzucker), Disaccharide (Zweifachzucker) und Monosaccharide (Einfachzucker) sowie Polyole (Zuckeralkohole)“ FODMAP fördern sehr häufig die Gasbildung im Darm. Sie finden sich verbreitet in industriell hergestellten Lebensmitteln. Betroffene sollten beim Lebensmittelkauf im Supermarkt auf die Zutatenlisten achten, um Produkte mit hohem FODMAP-Anteil zu meiden.

 
 
 

Vorsicht auch mit Früchten

Grundsätzlich bietet eine bekannte Regel der Vollwert-Ernährung Hilfe: Lasst Eure Ernährung so natürlich wie möglich sein! Doch auch das gilt für Menschen mit Reizdarmsymptomen nur mit gewisser Einschränkung. Häufig werden größere Mengen frischer Früchte nicht vertragen, da auch diese oft FODMAP enthalten. Begrenzen Sie also die Aufnahme von frischen Früchten auf das Ihnen verträgliche Maß.

 
 

Mit Ruhe und Regelmäßigkeit essen

Last not least gilt: Bringen Sie Ruhe und Regelmäßigkeit in Ihr Ernährungsverhalten. Nehmen Sie regelmäßige Mahlzeiten ein und nehmen Sie sich Zeit zum Essen. Lassen Sie keine Mahlzeiten ausfallen bzw. machen Sie keine zu langen Pausen zwischen den Mahlzeiten.

Dr. Friedhelm Mühleib

 
 

 
 

Website der Zeitschrift Naturarzt

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