RDS – wenn das Essen nicht mehr vertragen wird

 
 

Die überwiegende Mehrheit alle Reizdarmpatienten glaubt, dass ganz bestimmte Lebensmittel ihre Beschwerden verschlimmern. Dabei werden insbesondere kohlenhydrat- und fettreiche Lebensmittel als Auslöser genannt. Besonders häufig klagen die Patienten auch über über eine besondere Empfindlichkeit gegenüber Nahrungsmitteln mit einem hohen Gehalt an biogenen Aminen wie Wein, Beeren, Salami und Käse. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie der schwedischen Ernährungswissenschaftlerin Lena Böhm, die 200 Reizdarm-Patienten im Erwachsenenalter (18 – 72 Jahre), darunter ein Anteil von 70% Frauen, nach dem subjektiv empfundenen Zusammenhang zwischen dem Verzehr bestimmter Lebensmittel oder Lebensmittelgruppen und dem Auftreten von Beschwerden befragte.

LM Unverträglichkeit
 
 
 

 
 

Jeder Reizdarm is(s)t anders

Wer mit dem Darm Probleme hat, denkt fast zwangsläufig über seine Ernährung nach: Was kann ich, was soll ich essen? Vertrage ich bestimmte Lebensmittel gar nicht – oder andere besonders gut? Alles Fragen, die sich insbesondere bei Reizdarm nicht generalisieren lassen. Jeder Reizdarm ist anders, könnte man sagen – und entsprechend individuell sind auch die Reaktionen auf die Nahrung. Wer vom Reizdarmsyndrom betroffen und noch auf der Suche nach der richtigen Ernährung ist, kann jedoch Orientierung an dem finden, was Untersuchungen wie die der schwedischen Ernährungswissenschaftlerin über das Vorkommen von Verträglichkeiten und Unverträglichkeiten bei Reizdarm herausgefunden haben.

 
 

Fast 90% klagen über Unverträglichkeiten

Insgesamt 84 Prozent der Befragten gaben eine Unverträglichkeit von mindestens einem Lebensmittel an. 70 Prozent berichteten von Symptomen beim Verzehr kohlenhydrathaltiger Lebensmittel mit einem hohen Anteil von FODMAP (1). Davon berichtete fast die Hälfte über Beschwerden nach der Aufnahme von Milchprodukten. Ein Drittel gab an, keine Hülsenfrüchten –speziell Bohnen und Linsen – zu vertragen. Ebenfalls ein Drittel nannte Äpfel, ein knappes Viertel Mehl und Backwaren und ein knappes Viertel Pflaumen als Auslöser für RDS-Symptome. Mehr als die Hälfte derer, die Angaben, auf die genannten Lebensmittel zu reagieren, berichteten gleichzeitig über eine Empfindlichkeit gegenüber Nahrungsmitteln mit einem hohen Gehalt an biogenen Aminen wie Wein, Beeren, Salami und Käse. Die Symptome traten zudem besonders häufig auf, wenn die Lebensmittel stark erhitzt wurden. So Zubereitungsart Braten und nach fetten Speisen.

Sind Diäten sinnvoll?

 
 

Dass tatsächlich ein enger Zusammenhang zwischen dem Verzehr bestimmter Lebensmittel und dem Auftreten von Symtomen des RDS besteht, ist unbestritten. Allerdings weist die Kölner Gastroenterologin Prof. Dr. Christine Metzner darauf hin, dass Lebensmittel zwar Symptome hervorrufen – aber grundsätzlich nicht die Ursache des Reizdarmsyndroms sind. In jedem Fall lassen sich die Intensität und Häufigkeit der Beschwerden durch den Verzicht auf die jeweiligen Lebensmittel vermindern. Parallel dazu empfiehlt sich immer eine Stabilisierung des Darmmillieus durch Probiotika. Eine Diät bzw. Ernährungstherapie sollte immer mit Hilfe einer qualifizierten Fachkraft durchgeführt werden, um Fehler zu vermeiden, die die Beschwerden eher verschlimmern als verbessern.

 
 
 

(1) Mehr über FODMAPS im Ratgeber-Reizdarm lesen Sie hier.

Dr. Friedhelm Mühleib

 
 

 
 

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