Was sind FODMAP?

 
 

Bei Reizdarm-Patienten gilt sie als Geheimtipp: Die FODMAP – Diät. Der Ratgeber Reizdarm erklärt, was FODMAP bedeutet. Die FODMAP gehören – zumindest zum größten Teil – zu den Kohlenhydraten. Bringen wir uns in Erinnerung: Kohlenhydrate werden in Einfachzucker, Zweifachzucker und Mehrfachzucker ,(Oligosaccharide und Polysaccharide) eingeteilt. Die meisten dieser Zucker werden zügig und komplett verdaut: Ein Teil der Kohlenhydrate ist jedoch unverdaulich – und wird in unserem Darm unverdaut bis in den Dickdarm transport. Man bezeichnet diese Kohlenhydrate auch als ‚fermentierbar‘, weil sie dort fermentieren – zu gut deutsch: vergären. Diese Kohlenhydrate stellen den Löwenanteil der FOMAP. Die Abkürzung steht für „fermentable oligo-, di- and monosaccharides and polyols“ (dt. „fermentierbare Oligo-, Di- und Monosaccharide sowie Polyole“ (.. wobei Polyole mehrwertige Alkohole sind).

fodmap
 
 
 

 
 

So wirken FODMAP

Alle FODMAP haben drei gemeinsame Eigenschaften:

  •  Sie werden im Dünndarm kaum oder gar nicht verdaut.
  •  Es handelt sich um osmotisch aktive Moleküle, was bedeutet, dass sie auf ihrem Weg durch den Darm Wasser an sich binden und dadurch abführend wirken.
  •  Sie werden von den Bakterien im Darm schnell vergoren, wobei sich im Dickdarm kurzkettige Fettsäuren und Gase (Methan,K ohlendioxid und Wasserstoff) bilden. Diese Fermentierung führt zu einer Gasbildung, die Blähungen und – durch den gesteigerten Druck auf die Darmwand – Schmerzen im Bauchbereich auslöst. Es besteht eine gute Evidenz dafür, dass FODMAP abdominelle Symptome auslösen, wie sie auch bei Reizdarm sehr häufig sind.
 
 

Lebensmittel, die besonders reich an FODMAP sind.

Leider sind viele Lebensmittel, die üblicherweise als gesund gelten, besonders reich an Fodmap. Hier unsere Übersicht (..ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

  •  Monosaccharide: Fruktose

Reich an Fruktose sind: Äpfel, Birnen, Mangos, Pfirsiche, Guaven, Wassermelonen, Dosenfrüchte, getrocknete Früchte, Honig, Diät- und Lightprodukte. Fruktosearme Alternativen: Bananen, Weintrauben, Kiwis, Zitrusfrüchte,Himbeeren, Brombeeren, Erdbeeren, Blaubeeren

  •  Disaccharide: Laktose

Reich an Laktose sind: Milch- und Milchprodukte (Joghurt, Käse, Quark, Frischkäse), Eiscrème. Arm an Laktose sind: Laktosefreie Produkte Wasserglace, Brie, Camembert

  •  FermentierbareOligosaccharide: Galaktane und Fruktane

Reich an Oligosacchariden sind Wassermelonen, Khakifrüchte, Erbsen, Bo hnen, Linsen, Artischocken, Spargel, Ro te Bete, Rosenkohl, Brokkoli, Kohl, Lauch, Fenchel, Knoblauch und Zwiebeln, Weizen- und Roggenprodukte. Alternativen mit wenig Oligosacchariden: Sprossen, Sellerie, Mais, Auberginen,grüne Bohnen, Salat, Schnittlauch, Tomaten, glutenfreie Produkte.

  •  And (und) Polyole: Polyole Zuckeraustauschstoffe

Avocados, Blumenkohl, Pilze, Äpfel, Steinobst, getrocknete Früchte, WassermelonenE420 (Sorbit), E421 (Mannit), E953 (Isomalt), E965 (Maltit), E966 (Lactit), E967 (Xylit), E968 (Erythrit), Diät-, Light- und Fertigprodukte
In der Regel bringt ein sorgfältig durchgeführter Atemtest nach einer gründlichen Anamnese der Basis-Symptome Aufschluss darüber, ob eine Fehlbesiedlung vorliegt. Ein solcher Atemtest wird gleichzeitig eventuell parallel vorliegende Unverträglichkeiten auf bestimmte Zucker (Kohlenhydrate) aufdecken. Dabei ist ratsam, den Test von einem Arzt vornehmen zu lassen, der Erfahrung mit Atemtests hat. Wenn die Ergebnisse nicht eindeutig sind, bleibt noch die Möglichkeit einer Dünndarmspiegelung. Dabei werden Gewebeproben entnommen, um die Bakterien dann im Labor nachzuweisen. Da Verfahren für Patienten aufwändig, unangenehm und teuer ist und zudem ganz viele mögliche Fehlerquellen existieren, ist die Dünndarmspiegelung der Weisheit letzter Schluss, wenn nichts anderes Klarheit bringt – wobei auch die Spiegelung nicht mit einer Garantie für eine sichere Diagnose verbunden ist.

Reizdarm und FODMAP

Während nur ein Bruchteil der Patienten mit Reizdarmsyndrom unter echten Nahrungsmittelunverträglichkeiten bzw. –allergien leiden, berichtet die überwiegende Mehrzahl der Betroffenen über zunehmende Beschwerden nach Aufnahme von FODMAP-haltigen Lebensmitteln. Auch wenn es bis heute noch keinen wissenschaftlichen Beweis für die Wirksamkeit einer FODMAP – Diät bei RDS gibt, wird inzwischen ein Versuch mit einer FODMAP – Diät empfohlen, die anscheinend bei vielen Betroffenen zu einer Lindrung der Beschwerden führt. Allerdings sollte man sich dabei nicht auf Empfehlungen und Listen aus populärwissenschaftlichen Büchern oder Zeitschriften verlassen, sondern die Hilfe einer qualifizierten Ernährungsfachkraft in Anspruch nehmen. Wie man die findet, lesen sie hier im Ratgeber Reizdarm.

Dr. Friedhelm Mühleib
 
 
 

 
 

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