Beta-Glucane – gut für den Darm?

 
 

Was sind eigentlich Beta-Glucane? Glucane sind nicht zu verwechseln mit Tukanen, bei denen es sich um tropische Vögel handelt – sondern haben mit gesunder Ernährung zu tun. Genauer gesagt handelt es sich bei den beta-Glucanen um lösliche Ballaststoffe, die besonders reichlich in bestimmten Getreidesorten – insbesondere Gerste und Hafer vorkommen. Darüber hinaus kommen sie in Hefe, Pilzen, Algen und einigen Bakterien vor. Inzwischen zeichnet sich immer mehr ab, dass Beta-Glucane eine ganze Reihe von positiven Wirkungen auf unsere Gesundheit hat und dabei auch die Darmgesundheit positiv beeinflussen kann.

Bild © Dieckmann-Gerstoni
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Beta-Glucane und Gesundheit

Die wichtigsten: ● Beta-Glucane tragen zur Absenkung des Cholesterinspiegels und des Blutzuckerspiegels bei. ● Sie können dadurch zur Behandlung von Diabetes und erhöhtem Cholesterinspiegel beitragen.● Sie wirken antientzündlich. ● Sie scheinen das Wachstum von Tumoren zu hemmen – u.a. dadurch, dass sie zum Aushungern von Tumoren beitragen, indem sie die Angiogenese (Bildung von Blutgefäßen in Tumoren) behindern. ● Last not least wird den Beta-Glukanen auch eine positive Wirkung auf die Darmgesundheit zugeschrieben.

Eine bewusste Ernährung trägt entscheidend zu unserer Darmgesundheit bei. Dass Gerste auf Magen und Darm wohltuend wirkt, ist bereits seit Jahrtausenden bekannt. Schon Hippokrates (460 v. Chr.) berichtet davon, und nach der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) ist Gerste ein wahrer Tausendsassa. Inzwischen ist wissenschaftlich belegt, dass vor allem die löslichen Ballaststoffe der Gerste, die Beta-Glucane, vielfältige positive Auswirkungen auf den Stoffwechsel haben.

 
 

So helfen Beta-Glucane dem Darm

Beta-Glucane gehören zu den präbiotisch wirkenden Ballaststoffen. Sie dienen nützlichen Darmbakterien als Nahrung. Die Bakterien des Dickdarms wandeln Beta-Glucane zu kurzkettigen Fettsäuren (Acetat, Butyrat und Propionat) um. Diese wiederum sind wichtige Nährstoffe für die Darmwandzellen. Wenn die Zellen der Darmschleimhaut gut versorgt sind, ist ein ganz wesentlicher Faktor für eine gesunde Darmfunktion erfüllt. Durch die erhöhte Bildung erwünschter kurzkettiger Fettsäuren sinkt dazu der pH-Wert im Dickdarm auf das dort erwünschte saure Milieu, was pathogenen Bakterien abträglich ist. Zudem wirkt die kurzkettige Fettsäure Butyrat entzündungshemmend. Die große Quellfähigkeit der Beta Glukane fördert zudem die Darmbewegung, was die Verweildauer der Nahrung im Dickdarm verkürzt. Somit kann Verstopfung vorgebeugt werden (ausreichend trinken ist natürlich zusätzlich wichtig!).

Ausprobieren kann sich lohnen

Auf Grund dieser präbiotischen Wirkungen ist die erhöhte Zufuhr von Beta-Glukanen auch bei Verstopfung oder Reizdarm – insbesondere bei Reizdarm vom Verstopfungstyp – einen Versuch wert und kann im Rahmen der Erhaltung oder Verbesserung der Darmgesundheit in Kombination mit der Einnahme von Probiotika eine sinnvolle Maßnahme sein. Inzwischen gibt es zahllose Präparate, in denen Beta-Glucan in Kapselform angeboten wird. Doch diese sind nicht nur teuer, sondern meistens auch viel zu niedrig dosiert. Dabei lässt sich die Menge an Beta-Glukanen, die für die Erzielung der positiven gesundheitlichen Wirkungen nötig ist, problemlos mit natürlichen Lebensmitteln erzielen. Wissenschaftler gehen dabei von einer täglichen Aufnahme von 3 bis 4 Gramm Beta-Glucan aus. Ferner sollte eine Portion des empfohlenen Lebensmittels mindestens 1 g Beta-Glucan enthalten.1,5 g Beta-Glucan werden beispielsweise durch 20 g Haferkleie-Flocken, 30 g Haferfleks mit Kleie oder 40 g Haferflocken geliefert. Durch den Verzehr verschiedener Hafer-Erzeugnisse kann die Empfehlung von 3 g Beta-Glucan pro Tag einfach umgesetzt werden. Ähnliches gilt für Produkte aus Beta-Glukan-Gerste. Auch für Gerste gibt es inzwischen Anbieter, die mit speziell gezüchteten, besonders Beta-Glukan-reichen Gerstensorten arbeiten und geschälte Beta-Glukan Gerste als ganzes (geschältes) Korn oder in Form von Flocken vermarkten.

Dr. Friedhelm Mühleib

 
 
 

 
 

Gute Übersicht auf der Seite Vitalstoffmedizin.com – Informationen aus der Naturheilpraxis von René Gräber

Beta-Glucan-Gehalt in Getreide
Gerste 4,8%
Hafer 4,5%
Roggen 2,3%
Weizen 0,8%

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