Ätherische Öle bei reizdarm

 
 

So helfen Heilpflanzen bei CED und Reizdarm

In der modernen Therapie chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen (CED) wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa, aber auch in der Behandlung von Reizdarm haben pflanzliche Arzneimittel inzwischen ihren festen Platz. Aktuelle Untersuchungen der Universität Leipzig haben nun wichtige Mechanismen entschlüsselt, auf der die anti-entzündliche Wirkung von Substanzen aus Myrrhe, Kamille und Kaffeekohle basiert: In den Fresszellen des Immunsystems werden entzündungsfördernde Prozesse gehemmt. Gleichzeitig konnten die Wissenschaftler belegen, dass sich die Pflanzenstoffe in ihrer Wirkung gegenseitig verstärken.

Myrrhe, Kamille und Kaffeekohle - mit vereinten Kräften heilen.

● Die Myrrhe gehört zu den ältesten Heilmitteln. Sie besitzt entzündungshemmende, desinfizierende sowie pilzhemmende Eigenschaften und zieht die äußeren Schichten der Schleimhaut zusammen. Die Heilpflanze senkt den Spannungszustand der glatten Darmmuskulatur, verringert die Zahl der Darmkontraktionen und lindert so Darmkrämpfe. Diese Wirkung macht Myrrhe zu einem idealen „Langzeitbegleiter“, wenn Menschen unter Krämpfen im Unterleib leiden.

● Kamille ist die weltweit am häufigsten verwendete Heilpflanze und wirkt entzündungshemmend sowie antibakteriell und entblähend. So kann die echte Kamille häufig bei Krämpfen, Schmerzen, Verletzungen und Entzündungen der Schleimhaut helfen.

● Kaffeekohle hemmt ebenfalls Entzündungsprozesse und führt außerdem zu einer Verminderung der Flüssigkeitsbildung im Darm. Durch die große Oberfläche der Kaffeekohle können zudem schädliche Stoffe gebunden und ausgeschieden werden.

Heilpflanzen – gemeinsam wirken sie stark

Wie Studienleiterin Dr. Cica Vissiennon erläutert, bestätigen die Ergebnisse die schon lange bekannte anti-entzündliche Wirkung von Heilpflanzen und liefern einen weiteren Grund für ihren Einsatz bei der Therapie der entsprechenden Krankheiten und Beschwerden. Die Anwendung von pflanzlichen Arzneimitteln bei chronischen Darmerkrankungen hat eine lange Tradition und zeichnet sich u. a. durch geringe bzw. zu vernachlässigende Nebenwirkungen aus. In der Leipziger Untersuchung wurden drei Pflanzenstoffe unter die Lupe genommen: Myrrhe, Kamille und Kaffekohle. Die drei Heilpflanzen greifen an verschiedenen Punkten im Krankheitsgeschehen an und verstärken sich gegenseitig in ihrer Wirkung, wenn sie gemeinsam bzw. in Kombinationspräparaten eingenommen werden, so Vissiennon: "Dieser synergistische Effekt konnte auch in den aktuellen Studien beobachtet werden und bestätigt die Vielfach-Wirkung der Pflanzenkombination".

Kamille
 

Phytotherapie auch bei Durchfall und Reizdarm sinnvoll

Eine Studie mit mehr als 1000 Patienten in 131 deutschen Arztpraxen hat 2014 außerdem gezeigt, dass die Phytotherapie mit den drei Substanzen auch zur Unterstützung der Magen-Darm-Funktion bei der Behandlung von Durchfall gut wirksam und verträglich ist. Es kam zu einer deutlichen Besserung der Durchfallsymptomatik und des Gesamtbeschwerdebilds bei Reizdarm, chronischen Darmerkrankungen und akuten Durchfällen. Bei Reizdarm-Patienten war außerdem eine Reduktion von Blähungen zu beobachten. Wenn es übrigens darum geht, Darmbeschwerden vorzubeugen, kann eine zusätzliche Zufuhr von Probiotika hilfreich sein.

Öle aus Carum carvi fructus und Mentha piperita foliae können Reizdarmsymptome lindern.

HAMBURG. Die Annahme, dass es sich beim Reizdarmsyndrom um eine psychosomatische Störung handle, die unter anderem durch Stress ausgelöst wird, gilt unter Wissenschaftlern als widerlegt. Inzwischen seien sich Experten einig, dass bei vielen Reizdarmpatienten der Stress die Folge der Beschwerden und nicht deren Ursache ist.
Im menschlichen Darm gibt es etwa einhundert Billionen Bakterien mit einem Gewicht von über einem Kilogramm.


Sie unterstützen nicht nur die Verdauung, sondern übernehmen auch wichtige Aufgaben im Bereich der Immunabwehr. Die "guten" Mikroben, wie Laktobazillen und Bifidobakterien wirken gegen Fäulnisbakterien, Salmonellen und andere Krankheitserreger.

Patienten mit Reizdarm haben oft eine geringere Anzahl dieser physiologisch sinnvollen Bakterien, hieß es bei einer Veranstaltung in Hamburg. Dies könnte möglicherweise das Auftreten der Symptome erklären. Vor einiger Zeit hätten Experten zudem erste Hinweise dafür gefunden, dass auch akute Magen-Darm-Infektionen zu späteren chronischen Symptomen beitragen können.

In einer kanadischen Kleinstadt hatte sich zwei Jahre nach einer Durchfallepidemie, die durch mit Coli-Bakterien verunreinigtes Trinkwasser ausgelöst worden war, auch die Rate an Reizdarm-Patienten verdoppelt. Die Forscher vermuten, dass die Bakterien das Nervensystem des Darms schädigen können.

Die Therapie bei Reizdarm richtet sich meist nach den vorherrschenden Symptomen (zum Beispiel Schmerzen, Blähungen, Verstopfung, Durchfall).


Dabei kommen in der Selbstmedikation zur symptomatischen Therapie vielfach Arzneipflanzenextrakte zum Einsatz, wurde bei der vom Unternehmen Dr. Willmar Schwabe unterstützten Veranstaltung berichtet.

Seit Jahrhunderten bekannt sind etwa Carum carvi fructus und Mentha piperita foliae, beziehungsweise deren ätherische Öle. Beide Öle sind zum Beispiel in Carmenthin® hoch dosiert in magensaftresistenten Weichkapseln verpackt. Diese lösen sich erst im Darm auf und wirkt dort gegen die Beschwerden.

Dr. Friedhelm Mühleib

 
 

 
 

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