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Hilft Vitamin D bei Reizdarm?

Reizdarm-Patienten sollten auch auf ihre Vitamin-D Versorgung achten. Warum eine gute Versorgung mit dem lebenswichtigen Vitamin für Reizdarm-Patienten wichtig sein könnte, zeigen die Ergebnisse einer aktuellen Studie von Wissenschaftlern der Universität Sheffield. Schon seit längerem wird unter Medizinern die Frage diskutiert, ob und welche Rolle ein Vitamin-D-Mangel bei der Entstehung des Reizdarmsyndroms spielen kann. Denn dafür gibt es seit längerem eine Reihe von Anhaltspunkten. So hatten die Forscher in Sheffield bereits 2015 in einer Studie den Vitamin-D-Status von 51 Patienten mit Reizdarm-Syndrom (RDS). Die Forscher stellten bei 81 % der Probanden zu niedrige Vitamin-D-Spiegel fest. In der aktuellen Studie sichtete und analysierte die Arbeitsgruppe aus Sheffield alle verfügbare Literatur zum Thema Vitamin D und RDS und fand dabei vier Beobachtungsstudien und drei randomisiert-kontrollierte Studien. Dabei stießen sie u. a. auf einen Zusammenhang zwischen dem Grad der Vitamin D-Versorgung der Patienten und dem Schweregrad der Symptome.

vitamin d
 

Viele Vermutungen – nichts ist bewiesen

Zwei der analysierten Studien deuteten darauf hin, dass Vitamin D-Gaben in Form von Nahrungsergänzungsmitteln zur Linderung der Symptome wie Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall und Verstopfung beitragen könnten. Dr. Bernard Corfe, Hauptautor der Arbeit, erklärt: “Die Ergebnisse machen deutlich, dass alle IBS-Patienten auf ihren Vitamin-D-Spiegel hin getestet werden sollten. Die große Mehrheit von ihnen würde von einer entsprechenden Supplementierung profitieren.“ Allerdings räumen die Forscher ein, das für endgültige Aussagen und Empfehlungen noch zu früh sein und dass es noch intensiver weiterer Forschung bedarf. Das ist auch gut so, denn eine Handvoll Studien mit relativ geringer Patientenzahl ist noch lange kein Beweis. RDS-Patienten dürfen den Schluss daraus ziehen, dass eine schlechte Vitamin-D Versorgung zu den Risiken für den Ausbruch bzw. die Verschlimmerung ihrer Symptome gehören kann – viel mehr aber auch nicht. Vor einer unkontrollierten Einnahme von freiverkäuflichen Vitamin D Präparaten auf den Verdacht hin, man können seinem RDS etwas Gutes tun, muss also dringend abgeraten werden.

Was können RDS-Patienten daraus lernen

Tatsächlich ist hier der Empfehlung des englischen Mediziners und Autors der Studie Dr. Corfe zu folgen: RDS-Patienten sollten vom Hausarzt einen Vitamin D-Test machen lassen. Schon deshalb, weil sich grundsätzlich niemand der Gefahr eines Vitamin-D-Mangels aussetzen sollte. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung hat im Jahresdurchschnitt Werte unter 20 ng/ml und damit laut Osteoporose-Leitlinie des Dachverbands Osteologie einen Vitamin-D-Mangel. Wer seinen Vitamin D – Spiegel schließlich wieder in den grünen Bereich bringt, könnte damit sogar für seine Reizdarmbeschwerden etwas Gutes tun (..falls sich die Vermutungen der Forscher bestätigen). Fazit: Reizdarm-Patienten sollten auch auf ihre Vitamin-D Versorgung achten, da ein Vitamin D-Mangel ihre RDS-Beschwerden auslösen oder verschlimmern könnte (..könnte, aber nicht muss!). Auf keinen Fall ist davon auszugehen, dass die Einnahme von Vitamin D –Präparaten übliche Maßnahmen zur Behandlung des RDS wie z. B. ballaststoffreiche Ernährung und die Versorgung mit probiotischen Lebensmitteln und –Präparaten ersetzen könnte.

Vitamin D-Status testen – wie geht das?

Im Internet finden sich diverse Angebote für Selbsttests. Dies ist allenfalls eine Möglichkeit, einen Anhaltspunkt für einen persönlichen Vitamin-D-Mangel zu gewinnen. Solche Tests ersetzen nicht den beim Arzt gemachten Bluttest. Die Kosten für den Vitamin-D-Bluttest belaufen sich sich normalerweise auf ca. 30,00 Euro und werden von den gesetzlichen Krankenkassen nur übernommen, wenn der Arzt einen begründeten Verdacht auf einen Vitamin D - Mangel attestiert. Wer die Untersuchung aus der eigenen Tasche bezahlt, sollte sich vor Augen halten: Die Kosten für die Behandlung eventueller Folgeschäden eines Vitamin D-Mangels könnten den geringen Betrag für die Sicherheit über die ausreichende Versorgung mit Vitamin D um ein Vielfaches übersteigen.


Dr. Friedhelm Mühleib

 

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