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Das sollten Reizdarmpatienten über Vitamin D wissen

Reizdarm-Patienten sollten auch auf ihre Vitamin-D Versorgung achten,
da eine schlechte Vitamin-D Versorgung zu den Risiken für den Ausbruch bzw. die Verschlimmerung ihrer Symptome gehören kann – so war es im letzten Beitrag im Ratgeber Reizdarm zu lesen. Vor einer unkontrollierten Einnahme von freiverkäuflichen Vitamin D Präparaten auf den Verdacht hin, man können seinem Darm etwas Gutes tun, wird dabei dringend abgeraten. Welche Funktionen das Vitamin in unserem Körper hat und was man für eine ausreichende Versorgung tun kann, erfahren Sie im Folgenden.

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Vitamin D braucht Sonne

Genaugenommen ist Vitamin D gar kein richtiges Vitamin Denn im Gegensatz zu allen anderen Vitaminen kann es der Körper selbst herstellen. Dazu braucht er allerdings ein Hilfsmittel, das von außen kommt: die Sonne. Ohne sie beziehungsweise ohne ihre ultravioletten Strahlen kann die Vorstufe des Vitamins – das Provitamin, das in der Haut abgelagert wird, nicht in die aktive Form umgewandelt werden. Die Vorstufe des Vitamins – das vom Körper produzierte Provitamin D3 – stammt aus der Leber, die es wiederum aus Cholesterin herstellt. Aus der Leber gelangt es über das Blut in die Haut. Dort ‚wartet‘ es dann auf die Umwandlung durch Sonnenstrahlen. Bereits zwei Sonnenbäder wöchentlich (je 10 Minuten lang) genügen, um den Körper ausreichend mit Cholecalciferol, so die chemische Bezeichnung für das Vitamin D3, zu versorgen. Solange genug Sonne da ist, wird das Vitamin D zum Dauerbrenner, besser gesagt: zum Selbstläufer, mit dem sich der Körper auch bei geringer Zufuhr über Lebensmittel selbst versorgt.

Vitamin D stärkt die Knochen

Damit unser Körper das Skelett beziehungsweise die Knochen aufbauen kann, braucht er die beiden Mineralstoffe Calcium und Phosphat. Doch auch die beste Versorgung mit den beiden Mineralstoffen führt erst dann zu dem Ziel, ein gesundes Knochenwachstum zu fördern, wenn genügend Vitamin D vorhanden ist. Vitamin D fördert die Aufnahme von Calcium und Phosphat aus dem Darm und steuert den Einbau von Calcium und Phosphor in den Knochen (Mineralisation). Es kann andererseits auch Calcium und Phosphor aus dem Knochen wieder freisetzen und sorgt in der Niere dafür, dass nicht mehr Calcium ausgeschieden wird als nötig. Kurzum: Ohne Vitamin D gibt es keinen funktionierenden Calcium- und Phosphathaushalt und damit keinen störungsfreien Knochenaufbau.

Positive Wirkung bei Krebs und Schuppenflechte

Anscheinend hat Vitamin D auch Einfluß auf den Vorgang der Zellteilung und könnte dadurch bei der Entstehung von Krebs beziehungsweise seiner Verhinderung eine Rolle spielen. In einer wissenschaftlichen Studie, in deren Rahmen Frauen nach Brustkrebsoperation und Bestrahlung mit Vitamin D behandelt wurden, blieben 70 Prozent der Betroffenen langfristig gesund. In der Gruppe nicht mit Vitamin D behandelter Frauen erlitten 60 Prozent einen Rückfall. Auch die Schuppenflechte kann in vielen Fällen durch die innere oder äußere Behandlung mit Vitamin-D-Tabletten oder Vitamin-D-Cremes gemildert werden — eine Heilung ist allerdings auch mit Vitamin D nicht möglich.

Vorsicht vor unbewiesenen Behauptungen

Gerade in jüngster Zeit häufen sich die Berichte, die auf einen Zusammenhang zwischen niedrigen Vitamin-D-Spiegeln und den verschiedensten Krankheiten hindeuten. Der größte Teil davon ist mit Vorsicht zu genießen: Die meisten dieser Vermutungen bewegen sich im Bereich der reinen Spekulation – überzeugende Daten, die eine eindeutige Bedeutung von Vitamin D für zweifelsfreie Effekte auf diese Krankheiten belegen, fehlen. Darauf weist u. a. ein Bericht in der online-Ausgabe der Pharmazeutische Zeitung hin. Dort bezieht man sich auf eine Analyse von mehr als 250 Studien, in der die Beziehung zwischen Vitamin D und mehr als hundert Erkrankungen unter die Lupe genommen wurde, darunter eine Vielzahl kardiovaskulärer, infektiöser, maligner und Autoimmunerkrankungen. Das Ergebnis: Bei keiner der untersuchten Krankheiten war eine Korrelation zu erniedrigten Vitamin-D-Spiegeln zweifelsfrei nachzuweisen.

 

Versorgung gerade im Winter schwierig

„Man könnte nackt die Skipiste runterfahren und würde kein Nanogramm Vitamin D bilden, selbst in strahlendem Sonnenschein“, so Dr. Johannes Scholl, Facharzt für Innere Medizin und Vorsitzender der Deutschen Akademie für Präventionsmedizin. Der Grund: Die Wintersonne steht so tief, dass uns die UVB-Strahlen, die bei der Bildung des Vitamins helfen, gar nicht erreichen. Gerade in der dunklen Jahreszeit zehren wir daher von unseren Vitamin D-Vorräten. Auch der oft empfohlene Winterspaziergang kann also keine Abhilfe schaffen. Hier ein paar Tipps, wie Sie trotz kurzer Tage ohne Sonne Ihre Speicher auffüllen können:


●Viel Fisch essen: Vor allem fettreiche Arten wie Lachs, Sardinen oder Hering liefern größere Mengen Vitamin D. Das deckt zwar noch nicht den täglichen Bedarf, hilft aber bei ein bis zwei Fischmahlzeiten pro Woche dabei, leeren Vitamin-Speichern vorzubeugen.
● Wichtig für Vegetarier: Milch, Eier und verschiedene Pilzsorten (Shiitake, Steinpilze) enthalten geringe Mengen des Vitamins, die aber nicht mit denen aus Fisch vergleichbar sind. Doch auch hier gilt: Besser als gar nichts.
● Strand statt Skipiste: Verlegen Sie Ihren Winterurlaub in die Sonne – und möglichst statt in die Berge an einen Strand im Süden – wie wär’s z. B. mit den Kanaren? Wenige Minuten Sonneneinstrahlung auf nackte Haut pro Tag reichen aus, um die Vitamin D-Produktion anzukurbeln und die Speicher für den Rest des Winters zu füllen.
● Skepsis ist bei Supplementen angebracht: Einig sind sich die Experten bei der Zufuhr von Vitamin D-Ergänzungen nicht. Während manche der Meinung sind, Supplemente könnten bei unserem Stubenhocker-Lebensstil ganzjährig eingenommen werden, warnen andere schon vor der Einnahme lediglich in den Wintermonaten. Denn schnell besteht die Gefahr einer Überdosierung. Und die kann Nierensteine oder Nierenverkalkung zur Folge haben. Tipp vom Ratgeber Reizdarm: Klären Sie die Einnahme von Supplementen vorher mit einem Arzt ab.


Dr. Friedhelm Mühleib

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