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Reizdarm: Gemeinsam erträgt man ihn leichter

Menschen, die am Reizdarmsyndrom (RDS) erkranken, müssen lernen, mit der Krankheit zu leben, da es immer noch keine Therapie gibt, die sicher zur Heilung führt. Wenn es darum geht, eine chronische Krankheit für sich selbst anzunehmen und zu akzeptieren, kann der Austausch mit anderen Betroffenen oft besonders hilfreich sein. Dies ist ein wichtiger Grund dafür, warum Selbsthilfegruppen inzwischen als Kernelement in der Therapie unterschiedlicher Krankheiten fest etabliert sind. Auch in der Reizdarm-Therapie spielen Selbsthilfegruppen neben Ärzten und Apothekern eine wichtige Rolle. Hier können sich Menschen mit ähnlichen Beschwerden finden, von den gegenseitigen Erfahrungen profitieren und mit echtem Verständnis andere rechnen, die von ähnlichen Problemen betroffen sind.

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Studien belegen Wirksamkeit

Dass Selbsthilfegruppen auch beim Reizdarmsyndrom einen günstigen Effekt auf den Krankheitsverlauf haben, konnten inzwischen sogar verschiedene wissenschaftliche Studien belegen. Dabei geht Selbsthilfe in digitalen Zeiten immer häufiger online, was zu ganz neuen Möglichkeiten der gegenseitigen Hilfe führt. War man früher für den Austausch im Wesentlichen auf Gruppentreffen mit persönlicher Anwesenheit und dem damit verbundenen Aufwand angewiesen, gibt es inzwischen immer mehr Selbsthilfegruppen, die sich ausschließlich oder vorwiegend im virtuellen Raum treffen und über Smartphone bzw. entsprechende Apps kommunizieren. Auf diesem Weg können Betroffene Beratung und Hilfe oder auch Motivation erhalten (..etwa zum Durchhalten diätetischer Maßnahmen bei Reizdarm). Im Folgenden stellen wir für Betroffene, die sich gerne einer überregionalen Selbsthilfeorganisation anschließen möchten, zwei der wichtigsten Möglichkeiten vor.

 
 

Deutsche Reizdarmselbsthilfe e.V.

Die Deutsche Reizdarmselbsthilfe ist die derzeit größte und bekannteste Selbsthilfeorganisation für RDS-Patienten. Auf ihrer neu gestalteten Website bietet sie Betroffenen zahlreiche Services und vielfältige Informationen. "Sowohl diagnostizierte Reizdarmpatienten als auch Menschen mit Darmerkrankungen, die noch nicht wissen, woran sie leiden, finden bei uns viele hilfreiche Angebote", erklärt Vorsitzender Gerd Müller. Zu den exklusiven Serviceleistungen, die Mitglieder nutzen können, gehören z. B. eine Suchfunktion, mit deren Hilfe Betroffene erfahrene Reizdarm-Mediziner in der Nähe des Wohnorts finden können sowie ein online-Forum für den Austausch mit anderen Betroffenen. Darüber hinaus erhalten Mitglieder Informationen über Angebote zur Ernährungsberatung und Termine von Patientenveranstaltungen. Zusätzlich wird eine telefonische Beratung unter der Rufnummer 069-71377886 angeboten. Für den persönlichen Austausch der Mitglieder gibt es die Möglichkeit, sich den verschiedenen Regionalgruppen anzuschließen.

MAGDA

MAGDA – das Informationsforum der Deutschen Gesellschaft für Neurogastroenterologie und Motilität (DGNM) – wendet sich an Patientinnen und Patienten mit funktionellen und anderen Magen-Darm-Erkrankungen. Zweck des Forums ist es u. a., die Patienten sowohl über traditionelle als auch neue diagnostische und therapeutische Möglichkeiten zu informieren. Darüber hinaus werden z. B. auch die Bedeutung und Wirksamkeit allgemeiner Maßnahmen (z.B. Ernährung, Sport) und die Möglichkeiten von speziellen Diagnose- und Behandlungsverfahren erläutert. Dies wird insbesondere im Rahmen von Informationsveranstaltungen mit Ärzten und Wissenschaftlern umgesetzt sowie auf dem Weg über schriftliche Informationsmaterialien und die Inhalte der Homepage. MAGDA wendet sich darüber hinaus auch an Ärztinnen und Ärzte, die in der Praxis Patienten mit funktionellen und anderen Magen-Darm-Erkrankungen behandeln. Ihnen möchte das Forum begleitend zur Seite stehen und bei der Suche nach weiteren Experten helfen, die zu bestimmten Fragen konsultiert werden können.

 
 
 

Ein Versuch lohnt sich immer

Über solche bundesweiten Angebote wie die Reizdarmselbsthilfe und MAGDA hinaus gibt es für Betroffene noch sehr viele weitere, oft auch regionale bzw. lokale Möglichkeiten, sich parallel zu einer ärztlichen Behandlung in Selbsthilfegruppen zu organisieren. Ganz gleich, ob RDS-Patienten über ein Forum für Reizdarm, eine Vereinsmitgliedschaft oder den Besuch einer offenen Selbsthilfeorganisation am Wohnort Kontakt aufnehmen – wichtig ist, sich mit seiner Erkrankung nicht zurückzuziehen, sondern stattdessen zu lernen, mit ihr umzugehen und sie zu akzeptieren. Ob die Selbsthilfegruppe dafür das geeignete Medium ist, muss jeder Betroffene für sich selbst herausfinden. Ein Versuch ist der Gang zu einer Selbsthilfegruppe immer wert.

 
 

Lebensqualität zurückgewinnen

Bestenfalls wird man von der ‚Schwarmintelligenz‘ der Gruppe mit wichtigen Hinweisen zu den neuesten Medikamentenempfehlungen, persönlichen Meinungen zu Fachärzten und Therapeuten, innovativen Ernährungstipps und hilfreichen persönlichen Gesprächen belohnt, bei denen man mit seiner Erkrankung auf echtes Verständnis stößt und das Gefühl, sich verstecken zu müssen, ablegen kann. Die meisten Mitglieder von RDS-Selbsthilfegruppen geben an, sich durch den regelmäßigen Kontakt mit anderen Betroffenen sicherer und selbstbewusster im Umgang mit ihrer Erkrankung zu fühlen. Die Gruppen bieten den Teilnehmern in der Regel neben vielen Informationen über Entwicklungen und Angebote im medizinisch-therapeutischen Bereich, Ernährungstipps, den Austausch von negativen und positiven persönlichen Erfahrungen zur Krankheit, häufig auch die Möglichkeit, neue Freundschaften zu schließen. All das führt dazu, dass ganz viele Betroffene, die sich einer Selbsthilfegruppe anschließen, ein großes Stück Selbstkontrolle und Lebensqualität zurückgewinnen.


Dr. Friedhelm Mühleib

 
 

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