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Reizdarmtherapie: Neue Leitlinie erschienen

Nach zehn Jahren ist es endlich vollbracht: Das aktualisierte Update der medizinischen Leitlinie zu Definition, Diagnose und Therapie des Reizdarmsyndroms ist erschienen. Leider ist auch die neue Fassung noch Meilen von der endgültigen medizinischen Lösung des Problems entfernt und bietet wesentlich weniger Neues als viele Betroffene erhofft haben dürften. Prof. Dr. Martin Storr, erfahrener Gastroenterologe und Leiter der Arbeitsgruppe Ernährung in der Leitlinienkommission, stellt dazu fest: „Auf dem Gebiet der Diagnostik hat sich in den letzten Jahren nicht allzu viel getan, außer dass die Hinterfragung der Ernährung deutlich mehr in den Fokus gerückt ist. Allgemein haben wir aber in der erneuerten Leitlinie von 2020 eine moderne, viel ganzheitlichere und patientenzentrierte Betrachtung des Themas Reizdarmsyndrom festgehalten, und das ist gerade für die Patienten sehr gut.“

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Keine therapeutische Patentlösung in Sicht

Zusammenfassend lässt sich sagen: Das Reizdarmsyndrom (RDS) bleibt eine komplexe Herausforderung für Betroffene und Ärzte. Die Krankheit ist immer noch oft nicht einfach zu diagnostizieren und zu behandeln – obwohl sich in der neuen Leitlinie einige Neuerungen finden, die Diagnostik und Therapie in jüngster Zeit vorangebracht haben. Viele dieser neuen Ansätze beziehen sich, so Storr, auf komplementäre Methoden – inclusive der Verwendung von pflanzlichen Präparaten und Probiotika. Medikamentöse Therapien werden demnach in die zweite und dritte Therapielinie hinter die Basismaßnahmen zurückgedrängt und können zusätzlich zielgerichtet zu den Basismaßnahmen angewendet werden. Leider gibt es nach Meinung von Storr zu den Probiotika zwar Hinweise auf positive Wirkung, aber noch keine endgültige Klarheit: „Es gibt verschiedene Probiotika – also Mittel, die lebensfähige Mikroorganismen beinhalten – die eine wissenschaftlich belegte Wirksamkeit gegen Reizdarmbeschwerden haben. Manche Patienten profitieren davon – Wunder, wie oftmals erbeten, sollte man aber bitte nicht erwarten, selbst wenn das Thema sehr spannend ist.“


 
 

Ernährung: Low-FODMAP-Diät im Fokus

Gab es bislang keine Ernährungsempfehlungen für Reizdarmpatienten, so sprechen sich nun die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) und weitere an den Leitlinien beteiligte medizinische Fachgesellschaften klar für die Low-FODMAP-Diät aus, mit der fermentierbare Oligo-, Di- und Monosaccharide sowie Polyole vermieden werden. „Es gibt viele gute Studien zu dieser Ernährungsform“, sagte die Hamburger Privatdozentin Dr. Viola Andresen bei einer Online-Pressekonferenz der DGVS zur Vorstellung der aktualisierten Leitlinie (mehr zur Low-FODMAP-Diät hier im Ratgeber Reizdarm). Dazu Prof. Storr: „Aus chemischer Sicht geht es um kurzkettige Kohlenhydrate und Zuckeralkohole, die von der Darmflora sehr schnell und einfach verdaut werden können. Das führt dazu, dass Darmgase und andere problematische Substanzen sehr schnell anfluten können. Das hat nichts mit ‚gesund‘ oder ‚ungesund‘ zu tun, sondern manche Menschen, unter anderem Reizdarmpatienten, vertragen diese FODMAPs eben nicht gut.“


Dr. Friedhelm Mühleib


Erstellungsdatum 25.06.2020



Mehr Infos zu den Empfehlungen der neuen Leitlinie demnächst hier im Ratgeber Reizdarm.

 
 

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